In diesem Artikel tauche ich tief in die Welt des neuen iPad Pro 12.9 (M4) ein, ergänzt durch den innovativen Apple Pencil Pro und das überarbeitete Magic Keyboard. Die zentrale Frage, die wir gemeinsam beleuchten werden, ist, ob diese leistungsstarke Kombination tatsächlich einen herkömmlichen Laptop vollständig ersetzen kann. Ich liefere Ihnen detaillierte Einblicke und praktische Bewertungen, um Ihnen eine fundierte Kaufentscheidung zu ermöglichen.
Das iPad Pro 12.9 mit Tastatur und Stift: Eine echte Laptop-Alternative für viele Nutzer
- Das Paket aus M4 iPad Pro, Apple Pencil Pro und Magic Keyboard bietet eine beeindruckende Leistung und Vielseitigkeit.
- Für Kreative, Studenten und mobile Fachkräfte kann es einen vollwertigen Laptop-Ersatz darstellen.
- Neue Funktionen wie Pencil Pro-Gesten und ein verbessertes Magic Keyboard mit Funktionsleiste erhöhen die Produktivität.
- iPadOS 19 verbessert Multitasking und die Unterstützung professioneller Apps erheblich.
- Die Gesamtinvestition ist hoch und vergleichbar mit einem Premium-MacBook.
- Einschränkungen bestehen bei sehr spezifischer Desktop-Software und im Dateimanagement, das sich jedoch stetig verbessert.

Das iPad Pro 12.9 als Laptop-Alternative: Hält es, was es verspricht?
Die Vorstellung, ein einziges Gerät zu besitzen, das die Portabilität eines Tablets mit der Produktivität eines Laptops vereint, ist für viele von uns äußerst verlockend. Das aktuelle iPad Pro 12.9, kombiniert mit dem Apple Pencil Pro und dem Magic Keyboard, weckt genau diese Erwartungen. Es ist ein Komplettpaket, das auf den ersten Blick alles zu bieten scheint: rohe Leistung, ein atemberaubendes Display und eine intuitive Bedienung. Doch die entscheidende Frage bleibt: Kann diese Synergie der Komponenten wirklich einen vollwertigen Laptop ersetzen und unsere Arbeitsweise revolutionieren?
Für wen lohnt sich die Investition von über 2.000 Euro wirklich?
Die Anschaffungskosten für das iPad Pro 12.9 mit Zubehör sind nicht unerheblich und bewegen sich im Bereich eines hochwertigen MacBooks. Daher ist es entscheidend zu wissen, für wen sich diese Investition wirklich auszahlt. Meiner Erfahrung nach profitieren bestimmte Nutzergruppen besonders stark von diesem Setup:
- Künstler und Designer: Mit dem Ultra Retina XDR Display und den präzisen Funktionen des Apple Pencil Pro ist das iPad Pro ein unvergleichliches Werkzeug für digitale Kunst, Illustration und Grafikdesign. Die direkte Interaktion mit dem Bildschirm ist hier ein entscheidender Vorteil.
- Studenten: Für Mitschriften, die Organisation von Lernmaterialien und die Recherche ist die Kombination ideal. Der Pencil Pro ermöglicht handschriftliche Notizen direkt in PDFs oder in Apps wie GoodNotes, während das Magic Keyboard längere Texteingaben erleichtert.
- Mobile Fachkräfte und Manager: Wer viel unterwegs ist und Präsentationen erstellen, Dokumente bearbeiten oder an Online-Meetings teilnehmen muss, findet im iPad Pro einen extrem portablen und leistungsstarken Begleiter. Die lange Akkulaufzeit und die schnelle Konnektivität sind hier Gold wert.
- Content Creators (Video/Foto): Dank des leistungsstarken M4-Chips und professioneller Apps wie Final Cut Pro oder Affinity Photo können Videos und Fotos unterwegs bearbeitet werden. Das hochauflösende Display und die präzise Stiftbedienung sind dabei von großem Nutzen.
Für diese Anwender ist die hohe Flexibilität und die einzigartige Kombination aus Touch-, Stift- und Tastatur-Eingabe ein echter Produktivitätsgewinn, der die Investition rechtfertigt.
Ein kurzer Überblick: Das M4 iPad Pro, der Pencil Pro und das neue Magic Keyboard
Bevor wir ins Detail gehen, lassen Sie uns einen Blick auf die Protagonisten werfen. Das M4 iPad Pro beeindruckt mit seinem ultradünnen Design und dem revolutionären Tandem-OLED-Display, das Apple als Ultra Retina XDR bezeichnet. Es liefert eine Bildqualität, die ihresgleichen sucht. Der Apple Pencil Pro ist nicht nur ein Stift, sondern ein Präzisionswerkzeug mit neuen Gesten wie "Drücken" und "Rollen" sowie haptischem Feedback, das die Interaktion intuitiver macht. Und schließlich das Magic Keyboard, das für die M4-Modelle überarbeitet wurde. Es ist dünner, leichter und verfügt nun über eine praktische Funktionsleiste sowie ein größeres Trackpad, das das Laptop-Gefühl spürbar verstärkt.
Das iPad Pro 12.9 (M4): Eine Leistungszentrale für Profis
Das Herzstück des neuen iPad Pro ist der M4-Chip, eine wahre Ingenieursleistung. Dieser Chip katapultiert das Tablet in eine Leistungsklasse, die bisher Desktop-Computern vorbehalten war. Gepaart mit dem atemberaubenden Ultra Retina XDR Display, entsteht ein Gerät, das nicht nur beeindruckend schnell ist, sondern auch visuell Maßstäbe setzt. Für professionelle Anwendungen und kreative Workflows, die ich später noch detaillierter beleuchten werde, ist diese Kombination aus roher Rechenkraft und visueller Brillanz ein entscheidender Faktor.
Ultra Retina XDR: Warum dieses Display für Kreative den Unterschied macht
Das Tandem-OLED-Display, von Apple als Ultra Retina XDR bezeichnet, ist für mich persönlich eines der größten Highlights des neuen iPad Pro. Die Vorteile sind immens: eine deutlich höhere Helligkeit, ein unendlicher Kontrast und eine absolut präzise Farbdarstellung. Für Kreative wie Designer, Fotografen und Videobearbeiter ist das von entscheidender Bedeutung. Man sieht Farben so, wie sie wirklich sind, Schwarz ist tiefschwarz und Details springen förmlich ins Auge. Das verbessert nicht nur die Arbeitsqualität signifikant, sondern macht den kreativen Prozess auch zu einem echten Vergnügen.
Der M4-Chip: Genug Power für professionelle Apps wie Final Cut Pro?
Der M4-Chip ist nicht nur schnell, er ist eine echte Revolution für mobile Geräte. Er ermöglicht es dem iPad Pro, professionelle Anwendungen wie Final Cut Pro und Logic Pro in einer Qualität und Geschwindigkeit auszuführen, die man sonst nur von leistungsstarken Desktop-Computern kennt. Ich habe selbst erlebt, wie flüssig komplexe Videoprojekte gerendert oder aufwendige Musikproduktionen bearbeitet werden können. Das ist ein Game Changer und beweist, dass das iPad Pro mit dem M4-Chip weit mehr ist als nur ein Tablet für den Konsum von Inhalten es ist ein vollwertiges Produktionswerkzeug.
Konnektivität im Detail: Thunderbolt, Wi-Fi 6E und was sie im Alltag bringen
In der heutigen Arbeitswelt ist Konnektivität alles. Das iPad Pro punktet hier mit Thunderbolt, einer Schnittstelle, die blitzschnelle Datenübertragung ermöglicht und den Anschluss externer Displays in voller Auflösung unterstützt. Das ist essenziell für professionelle Workflows, bei denen große Dateien verschoben oder ein zweiter Bildschirm für Multitasking benötigt wird. Dazu kommt Wi-Fi 6E, das eine schnelle und stabile drahtlose Verbindung garantiert. Ob im Büro, im Café oder zu Hause die Konnektivität des iPad Pro ist auf Top-Niveau und unterstützt einen reibungslosen mobilen Alltag.
Der Apple Pencil Pro: Neue Dimensionen für Kreativität und Produktivität
Der Apple Pencil Pro ist für mich weit mehr als nur ein Eingabestift; er ist eine Erweiterung der Hand, die neue Dimensionen der Kreativität und Produktivität eröffnet. Apple hat hier nicht nur an der Präzision gefeilt, sondern auch neue Interaktionsmöglichkeiten geschaffen, die das digitale Schreiben und Zeichnen revolutionieren. Das haptische Feedback und die neuen Gesten machen die Bedienung intuitiver und reaktionsschneller. Es fühlt sich an, als würde der Stift direkt auf dem Papier gleiten, und jede Aktion wird durch eine subtile Vibration bestätigt. Das ist ein echter Fortschritt.
Die neuen Gesten erklärt: "Drücken", "Rollen" und haptisches Feedback im Praxistest
Die neuen Gesten des Apple Pencil Pro sind wirklich clever umgesetzt. Mit der "Drücken"-Geste kann man schnell auf Werkzeuge zugreifen, ohne den Workflow zu unterbrechen. Ein leichter Druck auf den Stift öffnet ein Kontextmenü, in dem man Pinsel, Farben oder andere Optionen auswählen kann. Die "Rollen"-Funktion ist besonders für Künstler genial: Man dreht den Stift in der Hand, um die Ausrichtung eines Pinsels oder Stifts zu ändern, was eine präzisere Steuerung ermöglicht. Und das haptische Feedback gibt eine subtile Bestätigung für Aktionen, sei es das Wechseln eines Werkzeugs oder das Einrasten an einer Hilfslinie. Im Praxistest hat sich gezeigt, dass diese Funktionen den kreativen und produktiven Alltag erheblich erleichtern und beschleunigen.
"Schweben"-Funktion: Wie die Werkzeug-Vorschau Ihren Workflow beschleunigt
Die "Schweben"-Funktion des Apple Pencil Pro ist eine weitere Innovation, die den Workflow spürbar verbessert. Bevor der Stift den Bildschirm berührt, wird eine Vorschau des Werkzeugs angezeigt sei es die Dicke eines Pinsels oder die Farbe einer Linie. Das erhöht die Präzision enorm, da man genau sieht, was man tut, bevor man es tut. Besonders beim Zeichnen und Bearbeiten feiner Details ist das ein echter Vorteil. Man muss nicht mehr raten oder korrigieren, sondern arbeitet von Anfang an genauer. Und die Integration in die "Wo ist?"-Funktion ist ein nettes Extra, das hilft, den Stift im Notfall wiederzufinden.
Lohnt sich das Upgrade vom Apple Pencil 2? Ein direkter Vergleich
Für viele Besitzer eines Apple Pencil 2 stellt sich die Frage, ob sich ein Upgrade auf den Apple Pencil Pro lohnt. Hier ist ein direkter Vergleich der wichtigsten Merkmale:
| Apple Pencil 2 | Apple Pencil Pro |
|---|---|
| Präzises Zeichnen und Schreiben | Alle Funktionen des Pencil 2 |
| Doppeltipp-Geste zum Werkzeugwechsel | "Drücken"-Geste für schnelle Werkzeugauswahl |
| Magnetische Befestigung und Laden | "Rollen"-Funktion für präzise Pinsel-/Stiftsteuerung |
| Haptisches Feedback zur Bestätigung von Aktionen | |
| "Schweben"-Funktion für Werkzeug-Vorschau | |
| "Wo ist?"-Integration zum Wiederfinden |
Für Nutzer, die ihren Pencil intensiv für kreative oder produktive Aufgaben nutzen und die neuen Gesten sowie das haptische Feedback als echten Mehrwert empfinden, ist das Upgrade definitiv sinnvoll. Wer den Pencil nur gelegentlich für Notizen nutzt, kann auch weiterhin mit dem Pencil 2 glücklich sein.
Das Magic Keyboard: Die Brücke zum Laptop-Erlebnis
Das Magic Keyboard ist die entscheidende Komponente, die das iPad Pro von einem reinen Tablet in ein ernstzunehmendes laptopähnliches Gerät verwandelt. Es ist nicht nur eine Tastatur, sondern eine durchdachte Erweiterung, die das Tipp- und Trackpad-Erlebnis auf ein neues Niveau hebt. Mit den Verbesserungen der aktuellen Generation wird die Brücke zum traditionellen Laptop-Erlebnis noch stabiler und komfortabler.
Tippgefühl und Ergonomie: Die neue Funktionsleiste und das größere Trackpad
Das Tippgefühl des überarbeiteten Magic Keyboards ist hervorragend. Die Tasten haben einen angenehmen Hub und einen klaren Druckpunkt, was auch längere Texteingaben zum Vergnügen macht. Eine willkommene Neuerung ist die Funktionsleiste, die schnellen Zugriff auf Helligkeit, Lautstärke und andere wichtige Einstellungen ermöglicht ein Feature, das ich bei den Vorgängermodellen schmerzlich vermisst habe. Das größere Trackpad mit haptischem Feedback ist ebenfalls ein großer Schritt nach vorn. Es vermittelt ein Gefühl, das einem traditionellen Laptop-Trackpad sehr nahekommt, und die Gestensteuerung funktioniert präzise und flüssig.
Schutz vs. Funktionalität: Ist das Keyboard die beste Hülle für den Alltag?
Das Magic Keyboard dient nicht nur als Eingabegerät, sondern auch als Schutzhülle für das iPad Pro. Es schützt das Display und die Rückseite im geschlossenen Zustand zuverlässig vor Kratzern und Stößen. Allerdings gibt es auch Nachteile: Das Magic Keyboard erhöht das Gesamtgewicht und die Dicke des iPad Pro erheblich, was die Handhabung als reines Tablet etwas umständlicher macht. Für den täglichen Transport und den Schutz im Rucksack ist es eine gute Lösung, aber wer das iPad oft ohne Tastatur nutzen möchte, sollte über eine zusätzliche, leichtere Hülle nachdenken.
Die entscheidende Frage: Wie gut ist das Trackpad im Vergleich zu einem MacBook?
Das Trackpad des Magic Keyboards ist zweifellos exzellent für ein Tablet-Zubehör. Es ist präzise, unterstützt alle wichtigen Multitouch-Gesten von iPadOS und bietet ein angenehmes haptisches Feedback. Doch erreicht es die Qualität eines MacBook-Trackpads? Meiner Meinung nach kommt es dem sehr nahe, aber es ist nicht ganz identisch. MacBook-Trackpads sind oft noch etwas größer und bieten ein marginal feineres Gefühl bei der Gestensteuerung. Für die allermeisten Aufgaben im Alltag und im professionellen Bereich ist das Magic Keyboard Trackpad jedoch absolut ausreichend und bietet ein hervorragendes Benutzererlebnis.
iPadOS 19: Das Betriebssystem als Katalysator
Die beste Hardware ist nur so gut wie das Betriebssystem, das sie antreibt. iPadOS 19 ist der entscheidende Katalysator, der die Leistungsfähigkeit des M4-Chips und die Interaktion mit dem Apple Pencil Pro und Magic Keyboard optimal nutzt. Es ist das Betriebssystem, das die Benutzererfahrung für Multitasking und professionelle Anwendungen entscheidend verbessert und das iPad Pro zu einem noch vielseitigeren Werkzeug macht.
Stage Manager 2.0: Ist Multitasking jetzt endlich auf Laptop-Niveau?
Der Stage Manager in iPadOS 19 hat deutliche Verbesserungen erfahren. Die flexiblere Fensteranordnung und das verbesserte Multitasking sind ein großer Schritt nach vorn. Man kann jetzt mehrere Apps in überlappenden Fenstern anordnen und die Größe besser anpassen, was die Produktivität spürbar steigert. Ist es auf Laptop-Niveau? Es kommt dem sehr nahe. Für viele Workflows, bei denen man mit zwei bis drei Apps gleichzeitig arbeiten muss, ist es absolut ausreichend und sehr effizient. Für extrem komplexe Desktop-Multitasking-Szenarien mit vielen kleinen Fenstern und Drag-and-Drop über mehrere Desktops hinweg gibt es immer noch Unterschiede, aber der Stage Manager 2.0 bringt das iPad Pro definitiv näher an ein vollwertiges Laptop-Erlebnis.
Handschrift zu Text: Wie nahtlos funktioniert die Umwandlung wirklich?
Die verbesserte Handschrifterkennung und -umwandlung in Textfeldern ist eine Funktion, die ich persönlich sehr schätze. Man kann jetzt handschriftliche Notizen direkt in jedes Textfeld schreiben, und das iPadOS wandelt sie nahtlos in getippten Text um. Im Praxistest hat sich gezeigt, dass die Umwandlung erstaunlich präzise ist, selbst bei meiner nicht immer perfekten Handschrift. Das vereinfacht den Workflow für Notizen, das Ausfüllen von Formularen oder das schnelle Beantworten von Nachrichten erheblich und fühlt sich sehr natürlich an.
Dateimanagement: Die größten Fortschritte und verbleibenden Schwachstellen
Das Dateimanagement in iPadOS hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Die Dateien-App ist deutlich leistungsfähiger geworden, unterstützt externe Laufwerke und Cloud-Dienste nahtlos. Man kann Dateien verschieben, kopieren und organisieren, ähnlich wie auf einem Desktop-Betriebssystem. Dennoch gibt es verbleibende Schwachstellen oder Unterschiede im Vergleich zu traditionellen Desktop-Betriebssystemen. Komplexe Dateioperationen, das Entpacken bestimmter Archivformate oder die tiefgreifende Systemdateiverwaltung sind immer noch einfacher und flexibler auf macOS oder Windows. Für die meisten Nutzer ist das aktuelle Dateimanagement jedoch absolut ausreichend und intuitiv.

Anwendungsbereiche: Wo das iPad Pro-Paket glänzt
Die Kombination aus iPad Pro, Magic Keyboard und Apple Pencil Pro ist nicht nur leistungsstark, sondern auch unglaublich vielseitig. Es gibt spezifische Anwendungsbereiche, in denen dieses Paket seine Stärken voll ausspielt und als besonders effizientes Werkzeug hervorsticht. Lassen Sie uns diese genauer betrachten.
Kreativ-Workflow: Zeichnen, Design und Fotobearbeitung im Detail
Für Künstler und Designer ist das iPad Pro mit dem Apple Pencil Pro ein Traum. Das Ultra Retina XDR Display bietet eine unvergleichliche Leinwand für digitale Kunst. Apps wie Procreate, Affinity Designer oder Adobe Fresco nutzen die Präzision des Pencil Pro und die Leistung des M4-Chips voll aus. Ich habe selbst erlebt, wie flüssig komplexe Illustrationen erstellt oder detaillierte Grafiken bearbeitet werden können. Auch Fotografen profitieren enorm: Mit Apps wie Lightroom oder Affinity Photo lassen sich Bilder unterwegs präzise bearbeiten, Farben kalibrieren und Retuschen vornehmen. Die direkte Interaktion mit dem Stift auf dem Bildschirm ist hier ein entscheidender Vorteil gegenüber der Maus.
Produktivität im Studium: Mitschriften, Recherche und Organisation
Studenten finden im iPad Pro-Paket einen idealen Begleiter. Digitale Mitschriften mit dem Apple Pencil Pro sind nicht nur umweltfreundlich, sondern auch extrem flexibel. Man kann Notizen handschriftlich verfassen, Diagramme zeichnen und PDFs kommentieren. Dank des Stage Managers lassen sich Vorlesungsfolien und Recherche-Artikel nebeneinander öffnen, was die Informationsaufnahme und -verarbeitung erheblich effizienter macht. Die Organisation von Studienmaterialien in Apps wie GoodNotes oder Notability ist intuitiv, und das Magic Keyboard erleichtert das Verfassen von Hausarbeiten oder E-Mails.
Business-Alltag: Präsentationen, Meetings und mobiles Arbeiten
Im Business-Alltag kann das iPad Pro-Paket ebenfalls seine Stärken ausspielen. Präsentationen lassen sich mit Keynote oder PowerPoint erstellen und dank des brillianten Displays eindrucksvoll vorführen. In Meetings kann man mit dem Apple Pencil Pro schnell Notizen anfertigen, Ideen skizzieren oder Dokumente digital unterschreiben. Für flexibles, mobiles Arbeiten ist die Kombination unschlagbar. E-Mails beantworten, Dokumente bearbeiten, Videokonferenzen abhalten all das funktioniert dank der Leistung des M4-Chips und der langen Akkulaufzeit reibungslos, egal ob im Büro, im Zug oder im Homeoffice.
Wo das iPad Pro an seine Grenzen stößt: Ein Vergleich mit dem MacBook
Trotz all seiner Stärken und der beeindruckenden Entwicklung ist das iPad Pro kein Alleskönner. Es gibt Bereiche, in denen ein traditionelles MacBook oder ein Laptop mit einem anderen Betriebssystem weiterhin Vorteile bietet. Es ist wichtig, diese Grenzen zu kennen, um realistische Erwartungen zu setzen und die richtige Kaufentscheidung zu treffen.
Software-Kompatibilität: Wo spezialisierte Desktop-Anwendungen fehlen
Die Verfügbarkeit professioneller Apps auf iPadOS hat sich enorm verbessert, mit Titeln wie Final Cut Pro und Logic Pro. Doch es gibt immer noch hochspezialisierte oder branchenspezifische Desktop-Anwendungen, die ausschließlich unter macOS oder Windows verfügbar sind. Denken Sie an bestimmte CAD-Programme, Entwickler-Tools, Nischen-Software für Wissenschaft oder Architektur. Wenn Ihr Workflow auf eine dieser Anwendungen angewiesen ist, die keine iPadOS-Version hat und auch nicht über Web-Apps oder Remote-Desktop-Lösungen sinnvoll genutzt werden kann, dann ist das iPad Pro möglicherweise nicht die richtige Wahl als alleiniges Arbeitsgerät. Dies ist oft der entscheidende Faktor, der eine vollständige Ablösung des Laptops verhindert.
Anschlüsse und Peripherie: Was Sie bei der Umstellung beachten müssen
Das iPad Pro verfügt über einen Thunderbolt/USB-C-Anschluss, der vielseitig ist und den Anschluss externer Displays sowie schneller Speichergeräte ermöglicht. Ein MacBook bietet in der Regel jedoch mehr Anschlussmöglichkeiten direkt am Gerät (z.B. mehrere USB-C/Thunderbolt-Ports, HDMI, SD-Kartenleser). Das bedeutet, dass Sie beim iPad Pro möglicherweise häufiger auf Adapter oder Hubs angewiesen sind, um Ihre gesamte Peripherie (z.B. mehrere externe Monitore, USB-A-Geräte, Ethernet) anzuschließen. Das ist kein Showstopper, aber ein Punkt, den man bei der Umstellung beachten und in die Planung einbeziehen sollte.
Kosten-Nutzen-Analyse: Wann rechtfertigt der Preis die Anschaffung?
Die Gesamtkosten für das Paket aus iPad Pro 12.9 (M4), Apple Pencil Pro und Magic Keyboard sind beträchtlich. Ein iPad Pro 12.9" beginnt bei etwa 1.549 €, der Apple Pencil Pro kostet ca. 149 € und das Magic Keyboard schlägt mit ca. 399 € zu Buche. Das summiert sich schnell auf über 2.000 €, je nach Speicherkonfiguration sogar deutlich mehr. Dieser Preis liegt im Bereich eines hochwertigen MacBooks, wie dem MacBook Air M3 oder sogar einem Einstiegs-MacBook Pro. Die Frage ist also: Wann rechtfertigt dieser Preis die Anschaffung?
Der hohe Preis ist gerechtfertigt, wenn Ihr Workflow stark von der einzigartigen Kombination aus Touch-, Stift- und Tastatur-Eingabe profitiert und Sie die extreme Mobilität des Geräts benötigen. Für intensive Kreativarbeit, bei der die direkte Interaktion mit dem Bildschirm und dem Stift entscheidend ist, oder für Nutzer, die ständig unterwegs sind und ein leistungsstarkes, leichtes Gerät benötigen, ist die Investition sinnvoll. Wenn Sie jedoch hauptsächlich textbasierte Aufgaben erledigen, keine Stifteingabe benötigen und auf spezifische Desktop-Software angewiesen sind, könnte ein MacBook die wirtschaftlichere und funktionalere Wahl sein.
Ihre Kaufentscheidung: Ein persönlicher Wegweiser
Die Entscheidung für oder gegen das iPad Pro-Paket ist sehr persönlich und hängt stark von Ihren individuellen Bedürfnissen und Arbeitsweisen ab. Ich hoffe, die detaillierten Einblicke haben Ihnen geholfen, die Stärken und Grenzen dieser Kombination besser zu verstehen. Um Ihnen die finale Orientierung zu geben, habe ich eine Checkliste mit den wichtigsten Fragen zusammengestellt, die Sie sich vor dem Kauf stellen sollten.
Checkliste: Beantworten Sie diese 5 Fragen, bevor Sie kaufen
- Benötigen Sie die Präzision und die neuen Gesten des Apple Pencil Pro für Ihre täglichen Aufgaben (z.B. Zeichnen, Notizen, Bildbearbeitung)?
- Sind Sie bereit, Ihre Arbeitsweise an die Multitasking-Funktionen von iPadOS 19 anzupassen und gegebenenfalls auf bestimmte Desktop-Workflows zu verzichten?
- Ist die hohe Mobilität und Vielseitigkeit des iPad Pro-Pakets wichtiger als die volle Desktop-Softwarekompatibilität eines traditionellen Laptops?
- Rechtfertigt Ihr spezifischer Workflow (z.B. intensive kreative oder mobile Arbeit) die hohe Investition im Vergleich zu einem MacBook oder anderen Laptop-Alternativen?
- Sind Sie auf spezielle Desktop-Anwendungen angewiesen, die keine iPadOS-Version haben und für Ihre Arbeit unerlässlich sind?
Lesen Sie auch: Laptop günstiger kaufen: Top-Deals & Spartipps für Deutschland
Die besten Alternativen: Welche anderen Optionen sollten Sie in Betracht ziehen?
Sollte das iPad Pro-Paket nicht ganz Ihren Anforderungen entsprechen oder das Budget sprengen, gibt es natürlich hervorragende Alternativen auf dem Markt. Dazu gehören in erster Linie das MacBook Air oder MacBook Pro, die mit macOS eine volle Desktop-Erfahrung bieten. Im Windows-Bereich sind hochwertige 2-in-1-Geräte wie das Microsoft Surface Pro oder andere Convertibles von Herstellern wie Dell oder HP eine Überlegung wert, die ebenfalls Stift- und Touch-Eingabe mit einem vollwertigen Desktop-Betriebssystem verbinden.
