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Josef Fischer

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1. Oktober 2025

Chuwi Hi10 X Test: Lohnt sich das Budget-2-in-1-Gerät noch?

Chuwi Hi10 X Test: Lohnt sich das Budget-2-in-1-Gerät noch?

Inhaltsverzeichnis

Das Chuwi Hi10 X hat sich als fester Bestandteil im Segment der günstigen 2-in-1-Geräte etabliert. In diesem Artikel nehme ich dieses vielseitige Gerät genau unter die Lupe, analysiere seine Stärken und Schwächen und helfe Ihnen bei der Entscheidung, ob es auch im Jahr 2026 noch eine sinnvolle Investition für Ihre Bedürfnisse darstellt.

Chuwi Hi10 X: Das Budget-2-in-1-Gerät Lohnt sich der Kauf noch?

  • Das Chuwi Hi10 X ist ein günstiges 2-in-1-Gerät für einfache Aufgaben wie Surfen, Streaming und Office.
  • Es ist mit einem Intel Celeron N4120 Prozessor, 6 GB RAM und 128 GB eMMC-Speicher ausgestattet.
  • Punkten kann es mit einem hochwertigen Metallgehäuse und einem scharfen Full-HD-IPS-Display.
  • Die Leistung ist für anspruchsvollere Anwendungen oder Gaming begrenzt.
  • Der typische Preisbereich liegt zwischen 200 € und 300 €, oft mit optionaler Tastatur und Stift.
  • Es bietet gute Konnektivität dank zwei USB-C-Ports und arbeitet lüfterlos.

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Chuwi Hi10 X: Lohnt sich das Budget-2-in-1-Gerät noch?

Das Chuwi Hi10 X ist seit seiner Einführung ein bekanntes Budget-2-in-1-Tablet und Laptop, das besonders durch seinen attraktiven Preis auf sich aufmerksam macht. Als Experte im Bereich der mobilen Geräte ist es mir wichtig, eine detaillierte und objektive Analyse dieses Geräts zu liefern. Mein Ziel ist es, Ihnen die Stärken und Schwächen des Hi10 X aufzuzeigen, damit Sie fundiert entscheiden können, ob es im Jahr 2026 noch eine lohnende Investition für Ihre spezifischen Anforderungen ist.

Für wen ist dieses 2-in-1-Gerät wirklich gedacht?

Basierend auf den technischen Spezifikationen und meiner Erfahrung mit ähnlichen Geräten, ist das Chuwi Hi10 X primär für Nutzer konzipiert, die ein kostengünstiges und flexibles Gerät für grundlegende Aufgaben suchen. Dazu gehören in erster Linie Schüler und Studenten, die es für Notizen, Recherchen, das Schreiben von Texten und das Konsumieren von Lerninhalten nutzen möchten. Aber auch Gelegenheitsnutzer, die ein Zweitgerät für Web-Browsing, E-Mails, Videostreaming (Netflix, YouTube) und leichte Büroarbeiten (Word, Excel) benötigen, finden hier einen passenden Begleiter. Die Kombination aus Tablet-Modus und optionaler Tastatur macht es ideal für eine Vielzahl von Szenarien, ohne das Budget zu sprengen.

  • Schüler und Studenten
  • Gelegenheitsnutzer
  • Nutzer eines Zweitgeräts
  • Anwender für Web-Browsing, E-Mails, Videostreaming und leichte Büroarbeiten

Ein erster Blick: Design, Verarbeitung und der hochwertige Eindruck

Was mich am Chuwi Hi10 X immer wieder beeindruckt hat, ist die Verarbeitungsqualität, die man in dieser Preisklasse selten findet. Das Gerät besitzt ein Vollmetallgehäuse aus einer Aluminiumlegierung, das ihm trotz des Budgetpreises einen überraschend hochwertigen und robusten Eindruck verleiht. Es liegt gut in der Hand und fühlt sich keineswegs billig an. Ein weiterer großer Vorteil ist das lüfterlose Design. Das bedeutet, das Hi10 X arbeitet absolut geräuschlos, was besonders in ruhigen Umgebungen wie Bibliotheken, Vorlesungssälen oder im Schlafzimmer ein echter Pluspunkt ist. Diese Kombination aus Materialwahl und passiver Kühlung trägt maßgeblich zum positiven ersten Eindruck bei.

Chuwi Hi10 X Anschlüsse und Seitenansicht

Das Herzstück: Die technischen Details des Hi10 X

Um die Leistungsfähigkeit und die Grenzen des Chuwi Hi10 X wirklich zu verstehen, müssen wir einen genauen Blick auf seine inneren Werte werfen. Die Kombination aus Prozessor, Arbeitsspeicher und internem Speicher definiert, wofür das Gerät am besten geeignet ist und wo es an seine Grenzen stößt. Lassen Sie uns die wichtigsten Komponenten im Detail betrachten.

Der Intel Celeron N4120 Prozessor: Ausreichend für den Alltag?

Der Intel Celeron N4120 Quad-Core Prozessor ist das Herzstück des Chuwi Hi10 X. Meine Einschätzung ist klar: Er ist für grundlegende Alltagsaufgaben absolut ausreichend. Das bedeutet, Web-Browsing mit einigen Tabs, das Abrufen von E-Mails, das Streamen von Videos in Full HD und die Nutzung von Office-Anwendungen wie Word oder Excel laufen flüssig. Allerdings sollte man keine Wunder erwarten. Bei intensivem Multitasking mit vielen gleichzeitig geöffneten Anwendungen oder bei anspruchsvolleren Programmen wie komplexer Bildbearbeitung oder gar Videobearbeitung stößt der Celeron N4120 schnell an seine Grenzen. Hier muss man mit Verzögerungen und längeren Ladezeiten rechnen. Es ist ein Prozessor für Effizienz und grundlegende Produktivität, nicht für hohe Leistung.

6 GB RAM und 128 GB eMMC-Speicher: Wo liegen die praktischen Grenzen?

Die Ausstattung mit 6 GB LPDDR4 RAM ist für ein Gerät in dieser Preisklasse durchaus ordentlich. Sie ermöglicht es, mehrere Anwendungen gleichzeitig zu nutzen und zwischen ihnen zu wechseln, ohne dass das System sofort in die Knie geht. Für die genannten grundlegenden Aufgaben ist dieser Arbeitsspeicher gut dimensioniert. Der 128 GB eMMC-Speicher ist jedoch ein Punkt, an dem man Kompromisse eingehen muss. eMMC ist deutlich langsamer als eine moderne SSD, was sich in längeren Bootzeiten, langsameren App-Starts und generell einer geringeren Systemreaktionsfähigkeit bemerkbar macht. Für die Installation von Windows und einigen Programmen reicht der Speicherplatz aus, aber für größere Datenmengen oder eine umfangreiche Mediensammlung wird es schnell eng. Glücklicherweise lässt sich der Speicher per microSD-Karte erweitern, was ich persönlich immer empfehle.

Konnektivität im Detail: Warum zwei USB-C-Ports den Unterschied machen

Die Konnektivitätsoptionen des Chuwi Hi10 X sind für ein Budgetgerät überraschend gut durchdacht. Besonders hervorzuheben sind die zwei USB-C-Ports:

  • 2x USB-C: Einer davon dient zum Laden des Geräts und zur Datenübertragung, der andere ist ausschließlich für Daten vorgesehen.
  • Micro-HDMI: Ermöglicht den Anschluss an externe Monitore oder Fernseher.
  • 3,5 mm Klinkenanschluss: Für Kopfhörer oder externe Lautsprecher.
  • Dual-Band Wi-Fi (802.11ac): Sorgt für stabile und schnelle drahtlose Internetverbindungen.
  • Bluetooth 5.0: Für die Verbindung mit kabellosen Peripheriegeräten wie Kopfhörern oder Mäusen.

Die Präsenz von zwei USB-C-Ports ist ein echter Vorteil in dieser Preisklasse. Es bedeutet, dass Sie das Gerät laden und gleichzeitig ein USB-C-Zubehör wie einen Hub oder eine externe Festplatte anschließen können, ohne auf einen Adapter angewiesen zu sein. Das erhöht die Flexibilität im Alltag erheblich und ist ein Detail, das Chuwi hier gut gelöst hat.

Das Display: Ein Highlight im Budget-Segment?

Das Display ist bei einem 2-in-1-Gerät, das sowohl als Tablet als auch als Laptop genutzt werden soll, von entscheidender Bedeutung. Es ist die primäre Schnittstelle zum Nutzer und beeinflusst maßgeblich das Nutzungserlebnis. Beim Chuwi Hi10 X hat der Hersteller hier meiner Meinung nach eine sehr gute Balance gefunden.

Full HD auf 10,1 Zoll: Wie scharf und hell ist der Bildschirm wirklich?

Das Chuwi Hi10 X ist mit einem 10,1 Zoll großen IPS Full HD Display ausgestattet, das eine Auflösung von 1920x1200 Pixeln und ein Seitenverhältnis von 16:10 bietet. Für diese Bildschirmgröße ist die Full HD-Auflösung sehr scharf, was bedeutet, dass Texte und Bilder knackig und detailliert dargestellt werden. Ich finde, die Pixeldichte ist absolut ausreichend, um auch aus nächster Nähe keine einzelnen Pixel erkennen zu können. Die Helligkeit ist ebenfalls gut und reicht für die meisten Innenräume vollkommen aus. Im Freien bei direkter Sonneneinstrahlung kann es natürlich, wie bei den meisten Tablets, etwas schwierig werden, aber für den typischen Einsatzbereich ist es eine klare Stärke des Geräts.

Ideal für Netflix und Co.? Farbwiedergabe und Blickwinkelstabilität im Test

Wenn es um Medienkonsum geht, schneidet das Display des Chuwi Hi10 X sehr gut ab. Das Full-HD-IPS-Panel liefert gute Farben und eine ansprechende Schärfe, was Filme und Serien auf Netflix, YouTube oder anderen Streaming-Diensten zu einem Vergnügen macht. Die Blickwinkelstabilität ist dank der IPS-Technologie ebenfalls hervorragend. Das bedeutet, dass die Farben und die Helligkeit auch dann kaum verfälscht werden, wenn Sie das Display aus einem schrägen Winkel betrachten. Dies ist besonders praktisch, wenn mehrere Personen gleichzeitig Inhalte auf dem Tablet ansehen möchten.

Die Touch- und Stifteingabe: Präzise genug für Notizen und Zeichnungen?

Die Touch-Funktionalität des Displays ist reaktionsschnell und präzise für die alltägliche Bedienung von Windows. Das optionale Zubehör, der Stylus (HiPen H6/H7), erweitert die Möglichkeiten des Geräts erheblich. Für Notizen in OneNote oder ähnlichen Anwendungen ist der Stift ausreichend präzise. Man kann schnell Ideen skizzieren, Anmerkungen machen oder Formulare ausfüllen. Für ernsthafte digitale Kunst oder hochpräzise technische Zeichnungen würde ich zwar zu spezialisierteren Geräten raten, aber für den Budget-Charakter des Hi10 X und die typischen Anwendungsfälle von Schülern oder Studenten ist die Stifteingabe eine willkommene und funktionale Ergänzung.

Chuwi Hi10 X mit angedockter Tastatur

Vom Tablet zum Laptop: Tastatur und Touchpad im Test

Die 2-in-1-Funktionalität des Chuwi Hi10 X steht und fällt mit der Qualität des abnehmbaren Tastaturzubehörs. Schließlich soll das Gerät nicht nur ein Tablet sein, sondern bei Bedarf auch ein vollwertiges Laptop-Erlebnis bieten. Werfen wir einen Blick darauf, wie gut Chuwi diese Herausforderung gemeistert hat.

Das magnetische Dock: Stabilität und Handhabung im Praxistest

Das magnetische Docking-System für die Tastatur ist ein cleveres Designmerkmal. Es ermöglicht ein schnelles und unkompliziertes Anbringen und Entfernen der Tastatur. Im Praxistest erweist sich der Mechanismus als ausreichend stabil, um das Tablet sicher zu halten. Natürlich ist es keine starre Laptop-Konstruktion, und ein gewisses Wackeln ist beim Tippen auf unebenen Oberflächen unvermeidlich. Auf einem Tisch ist die Stabilität jedoch gut genug für produktives Arbeiten. Man sollte jedoch bedenken, dass die Tastatur oft separat erhältlich ist und nicht immer im Lieferumfang enthalten ist, was die Gesamtkosten beeinflussen kann.

Tippgefühl und Tastenhub: Kann man damit wirklich lange Texte schreiben?

Das Tipperlebnis mit der abnehmbaren Tastatur des Chuwi Hi10 X ist, wie viele Nutzer und Tests bestätigen, funktional, aber nicht überragend. Der Tastenhub ist relativ gering, was ein schnelles und präzises Tippen erschwert, wenn man längere Texte verfassen muss. Für kurze E-Mails, Suchanfragen oder das Ausfüllen von Formularen ist sie absolut ausreichend. Wer jedoch regelmäßig umfangreiche Berichte, Hausarbeiten oder Skripte schreiben muss, wird wahrscheinlich schnell die Grenzen dieser Tastatur spüren. In solchen Fällen empfehle ich, über eine externe Bluetooth-Tastatur nachzudenken, um den Komfort zu erhöhen.

Das Touchpad: Ein vollwertiger Mausersatz oder nur eine Notlösung?

Ähnlich wie bei der Tastatur ist auch das Touchpad als "funktional, aber nicht überragend" zu bewerten. Es erfüllt seinen Zweck für die grundlegende Navigation in Windows, das Scrollen durch Webseiten oder das Klicken auf Icons. Die Präzision ist für einfache Aufgaben in Ordnung, aber es fehlt die Geschmeidigkeit und die Multi-Touch-Gestenunterstützung, die man von hochwertigeren Laptops kennt. Für ein 2-in-1-Gerät in diesem Preissegment ist es eine akzeptable Lösung, aber ich persönlich würde für längere Arbeitssitzungen immer eine externe Maus bevorzugen. Sie bietet einfach mehr Komfort und Präzision, besonders wenn man viele Fenster gleichzeitig verwaltet oder detailliertere Aufgaben erledigt.

Leistung im Alltag: Wofür das Chuwi Hi10 X geeignet ist

Nachdem wir die einzelnen Komponenten des Chuwi Hi10 X beleuchtet haben, ist es an der Zeit, eine realistische Einschätzung der Gesamtleistung im Alltag zu geben. Es ist wichtig zu verstehen, wofür dieses Gerät optimiert ist und wo seine Grenzen liegen, um Enttäuschungen zu vermeiden.

Office, Surfen und Videostreaming: So schlägt es sich bei den Kernaufgaben

Für die Kernaufgaben, für die das Chuwi Hi10 X konzipiert wurde, schlägt es sich ausreichend. Ich habe es selbst getestet: Office-Anwendungen wie Word, Excel und PowerPoint laufen flüssig, solange die Dokumente nicht übermäßig komplex sind. Web-Browsing mit mehreren geöffneten Tabs ist ebenfalls kein Problem, wobei man bei sehr ressourcenintensiven Websites eine leichte Verzögerung bemerken kann. Beim Videostreaming glänzt das Gerät dank seines guten Full-HD-IPS-Displays. Egal ob Netflix, YouTube oder andere Plattformen Inhalte werden scharf und in guter Qualität wiedergegeben. Hier sehe ich das Gerät absolut in seinem Element.

Die Grenzen des Möglichen: Gaming und Bildbearbeitung auf dem Prüfstand

Hier muss ich ganz klar sagen: Das Chuwi Hi10 X ist kein Gaming-Gerät und auch nicht für ernsthafte Bild- oder Videobearbeitung gedacht. Der Intel Celeron N4120 und die integrierte Grafikeinheit sind schlichtweg nicht leistungsstark genug für anspruchsvolle Anwendungen. Wenn Sie spielen möchten, beschränkt sich dies auf sehr einfache oder ältere Spiele aus dem Microsoft Store, die keine hohen Grafikanforderungen haben. Titel wie "Candy Crush" oder "Minecraft" in den einfachsten Einstellungen könnten laufen, aber alles darüber hinaus wird zu einer frustrierenden Erfahrung. Für Photoshop, Lightroom oder gar Videoschnittprogramme ist das Gerät ungeeignet. Hier würde ich immer zu einem Laptop mit mindestens einem Intel Core i3/i5 oder AMD Ryzen 3/5 Prozessor raten.

Akkulaufzeit: Übersteht es einen kompletten Arbeits- oder Uni-Tag?

Die Akkulaufzeit des Chuwi Hi10 X wird in den meisten Tests und von Nutzern als durchschnittlich bewertet. Bei normaler Nutzung, die eine Mischung aus Surfen, E-Mails und Videostreaming umfasst, können Sie mit etwa 4 bis 6 Stunden rechnen. Das ist für einen halben Arbeits- oder Uni-Tag oft ausreichend, aber für einen kompletten 8-Stunden-Tag wird es eng. Sie sollten also damit rechnen, das Gerät im Laufe des Tages aufladen zu müssen, wenn Sie es intensiv nutzen. Für Pendler oder Nutzer, die oft unterwegs sind und nicht immer Zugang zu einer Steckdose haben, ist dies ein wichtiger Faktor, den man berücksichtigen sollte.

Schwachstellen: Das sollten Sie vor dem Kauf wissen

Kein Gerät ist perfekt, und das Chuwi Hi10 X bildet da keine Ausnahme, besonders im Budget-Segment. Es gibt einige Schwachstellen, die potenzielle Käufer unbedingt kennen sollten, um realistische Erwartungen zu haben und eine fundierte Kaufentscheidung zu treffen.

Das Problem mit der Geschwindigkeit: Warum eMMC-Speicher eine Bremse sein kann

Wie bereits erwähnt, ist der 128 GB eMMC-Speicher eine der größten Schwachstellen des Chuwi Hi10 X. Er ist deutlich langsamer als eine SSD (Solid State Drive), die in den meisten modernen Laptops verbaut ist. Diese geringere Geschwindigkeit wirkt sich auf fast alle Aspekte der Systemleistung aus: Windows bootet langsamer, Programme starten mit Verzögerung, und das Kopieren größerer Dateien dauert spürbar länger. Für Nutzer, die an die Schnelligkeit einer SSD gewöhnt sind, kann dies anfangs frustrierend sein. Es ist wichtig, dies im Hinterkopf zu behalten und die Erwartungen entsprechend anzupassen. Die Erweiterung per microSD-Karte hilft zwar beim Speichern von Daten, verbessert aber nicht die Systemgeschwindigkeit.

Windows 10 oder 11? Die Software-Situation und potenzielle Hürden

Das Chuwi Hi10 X wird typischerweise mit Windows 10 Home ausgeliefert. Die Frage nach einem Upgrade auf Windows 11 ist berechtigt, aber hier gibt es einige Nuancen. Offiziell wird der Intel Celeron N4120 Prozessor von Windows 11 nicht immer vollständig unterstützt, was bedeutet, dass ein direktes Upgrade über Windows Update möglicherweise nicht angeboten wird. Ein Upgrade ist oft möglich, wenn auch nicht immer empfohlen. Selbst wenn Sie Windows 11 installieren können, kann es zu Leistungseinschränkungen kommen, da das System höhere Anforderungen an die Hardware stellt. Ich rate dazu, bei Windows 10 zu bleiben, solange es Sicherheitsupdates erhält, um die bestmögliche Performance auf diesem Gerät zu gewährleisten.

Garantie und Support: Was passiert, wenn etwas kaputtgeht?

Der Kauf eines Geräts einer weniger etablierten Marke wie Chuwi, oft über Online-Marktplätze wie Amazon, eBay oder AliExpress, bringt auch Überlegungen hinsichtlich Garantie und Support mit sich. Während die Geräte selbst oft ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten, kann der Kundenservice und die Abwicklung von Garantiefällen komplexer sein als bei etablierten Marken mit lokalen Servicezentren. Es ist ratsam, sich vor dem Kauf über die Rückgabe- und Garantiebedingungen des jeweiligen Händlers zu informieren. Im Falle eines Defekts kann es sein, dass das Gerät nach China zurückgeschickt werden muss, was mit längeren Wartezeiten und potenziellen Versandkosten verbunden sein kann. Dies ist ein wichtiger Aspekt, den man bei der Kaufentscheidung berücksichtigen sollte.

Alternativen zum Chuwi Hi10 X: Was bietet der Markt?

Das Chuwi Hi10 X ist nicht allein auf dem Markt der Budget-2-in-1-Geräte. Es gibt eine Reihe von Alternativen, die je nach Ihren Prioritäten eine bessere Wahl sein könnten. Ich möchte Ihnen hier einige der wichtigsten Konkurrenten vorstellen, damit Sie einen umfassenden Überblick erhalten.

Chuwi Hi10 X vs. Teclast X4: Welches China-Convertible ist besser?

Im Segment der chinesischen Convertibles ist das Teclast X4 ein direkter Konkurrent zum Chuwi Hi10 X. Beide zielen auf ein ähnliches Publikum ab und bieten vergleichbare Spezifikationen. Das Teclast X4 setzt oft auf einen Intel Celeron N4100 oder N4120 und ähnliche RAM- und Speicheroptionen. Der Hauptunterschied liegt oft in Details der Verarbeitung, der Displayqualität oder der Konnektivität. Manchmal bieten diese anderen chinesischen Marken eine etwas andere Anschlussausstattung oder ein leicht abweichendes Design. Meine Empfehlung ist hier, die aktuellen Angebote und detaillierte Testberichte beider Geräte zu vergleichen, da sich Spezifikationen und Preis oft ändern. Oft sind es Nuancen, die den Ausschlag geben.

Chromebooks als Konkurrenz: Das Lenovo IdeaPad Duet im Vergleich

Eine sehr starke Konkurrenz für das Chuwi Hi10 X sind Chromebooks, insbesondere Modelle wie das Lenovo IdeaPad Duet. Der größte Unterschied liegt im Betriebssystem: Windows auf dem Chuwi vs. Chrome OS auf dem Chromebook. Chrome OS ist ein sehr schlankes und ressourcenschonendes System, das für Web-Anwendungen und Android-Apps optimiert ist. Das Lenovo IdeaPad Duet bietet oft eine vergleichbare 2-in-1-Funktionalität mit Tastatur und Stift, ist aber in der Regel schneller und flüssiger im Betrieb, da Chrome OS weniger Hardware-Ressourcen benötigt. Wenn Sie hauptsächlich im Browser arbeiten, Android-Apps nutzen möchten und keine spezifischen Windows-Programme benötigen, könnte ein Chromebook die bessere und oft auch günstigere Wahl sein.

Gebrauchtes Microsoft Surface Go: Mehr Premium für einen ähnlichen Preis?

Für diejenigen, die bereit sind, den Gebrauchtmarkt in Betracht zu ziehen, stellt ein gebrauchtes Microsoft Surface Go eine interessante Alternative dar. Obwohl es neu deutlich teurer ist, kann man ältere Generationen des Surface Go (z.B. Surface Go 1 oder 2) oft zu einem ähnlichen Preis wie ein neues Chuwi Hi10 X finden. Der Vorteil eines Surface Go liegt in der höheren Verarbeitungsqualität, dem besseren Ökosystem-Support von Microsoft und oft einer besseren Tastatur und einem präziseren Stift. Man macht hier Kompromisse bei der Neuheit des Geräts und möglicherweise bei der Akkulaufzeit eines gebrauchten Akkus, gewinnt aber an Premium-Gefühl und oft auch an Software-Optimierung. Es ist eine Abwägung zwischen "neu und günstig" und "gebraucht und hochwertiger".

Fazit: Lohnt sich der Kauf des Chuwi Hi10 X?

Nach dieser detaillierten Analyse des Chuwi Hi10 X ist es an der Zeit, ein abschließendes Urteil zu fällen. Lohnt sich der Kauf dieses Budget-2-in-1-Geräts im Jahr 2026 noch? Meine Antwort ist: Ja, aber nur für die richtige Zielgruppe und mit den richtigen Erwartungen.

Zusammenfassung der Stärken und Schwächen

Stärken:

  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: Eines der günstigsten 2-in-1-Geräte auf dem Markt.
  • Hochwertiges Metallgehäuse: Überraschend gute Verarbeitungsqualität für den Preis.
  • Helles und scharfes Full-HD-Display: Ideal für Medienkonsum und Produktivität.
  • Lüfterloser und somit lautloser Betrieb: Perfekt für ruhige Umgebungen.
  • Gute Konnektivität für den Preis: Insbesondere zwei USB-C-Ports sind ein Pluspunkt.

Schwächen:

  • Leistung des Celeron-Prozessors: Nur für grundlegende Aufgaben ausreichend, schnell an Grenzen bei Multitasking.
  • eMMC-Speicher: Deutlich langsamer als eine SSD, bremst die Systemreaktionsfähigkeit.
  • Akkulaufzeit: Durchschnittlich (ca. 4-6 Stunden), nicht ausreichend für einen ganzen Tag ohne Lademöglichkeit.
  • Qualität von Tastatur und Touchpad: Funktional, aber nicht überragend für längere Schreibsessions.

Für diese drei Nutzertypen ist das Chuwi Hi10 X die perfekte Wahl

  1. Der preisbewusste Student/Schüler: Für Notizen, Recherche, Textverarbeitung und Online-Lernen ist das Gerät dank seines Displays und der 2-in-1-Funktionalität eine kostengünstige und flexible Lösung.
  2. Der Gelegenheitsnutzer für Medienkonsum: Wer ein günstiges Tablet mit Windows sucht, um hauptsächlich Filme zu streamen, im Web zu surfen und E-Mails zu checken, wird mit dem Hi10 X und seinem guten Display sehr zufrieden sein.
  3. Der Nutzer eines Zweitgeräts: Als leichtes und kompaktes Gerät für unterwegs, das nicht das Haupt-Arbeitsgerät ersetzen, sondern ergänzen soll, erfüllt das Chuwi Hi10 X seinen Zweck hervorragend, ohne das Budget zu sprengen.

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Ich bin Josef Fischer, ein leidenschaftlicher Technologieexperte mit über zehn Jahren Erfahrung in der Branche. Mein beruflicher Werdegang umfasst verschiedene Positionen in der Softwareentwicklung und IT-Beratung, wo ich tiefgehende Kenntnisse in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Datenanalyse und digitale Transformation erlangt habe. Als Autor auf mp-multimedia.de spezialisiere ich mich darauf, komplexe technologische Themen verständlich und zugänglich zu präsentieren. Ich glaube daran, dass Technologie nicht nur für Fachleute, sondern für jeden von uns relevant ist. Daher strebe ich an, meine Leser mit präzisen Informationen und praktischen Einblicken zu versorgen, die ihnen helfen, die digitale Welt besser zu verstehen und zu navigieren. Mein Ansatz ist es, aktuelle Trends und Entwicklungen kritisch zu hinterfragen und dabei stets auf die Genauigkeit meiner Inhalte zu achten. Mein Ziel ist es, eine vertrauenswürdige Quelle für Leser zu sein, die sich für die neuesten Technologien interessieren und deren Auswirkungen auf unser tägliches Leben verstehen möchten.

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